Über mich

Als Jugendliche hatte ich mich für alte Völker interessiert und über diese ein wenig Wissen erworben. Als ich dann mit 28 Jahren Physik zu studieren begann, war von dieser Faszination wohl noch ein Rest zu bewältigen, denn als erste Handlung habe ich in meinem Studentenzimmer eine Wand mit einer Szene aus den Grabkammern der Königin Nefertori, Gattin des ägyptischen Pharaos Ramses II, bemalt (s. Foto unten, die Figuren waren 1,5 m groß). Ich hatte so zügig gearbeitet – übrigens mit Plakafarben auf weißer Tapete -, als ob ich in meinem Leben nichts anderes getan hätte, als altägyptische Grabszenen zu malen. Das hatte mich damals sehr verwundert. Später wurde mir bewusst, dass ich das Malen in meinen Genen hatte: mein Großvater mütterlicherseits, Franz Wenzel, war Architekt und Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Über das Zeichnen hinaus konnte er figürlich malen. In meiner Kindheit war er wie ein zweiter Vater für mich, da er in seinem und seiner Frau Haus sein Atelier betrieb, wo ich ihn häufig besuchen konnte.
 
Als ich 1991 meine Laufbahn als Kunstmalerin begann, hatte ich schon über einen Fernkurs das Handwerk der Ölmalerei erlernt und erarbeitete mir weiteres Werkzeug über die Bücher von Hochschullehrern und Bildbänden von Malern und Malerinnen, die ich besonders schätzte, wie u.a.

-Jürgen Weber: „Gestalt, Bewegung, Farbe“, Berlin Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 1976
-Wolf Spemann: „Direktkunst Plastiken – Objekte“ 1987, Druck Heinz Noack, Wiesbaden
-Johannes Itten: „Kunst der Farbe Studienausgabe“ 1987 Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
-George Cherepov: „Malen mit Ölfarben“, Hörnemann Verlag, Bonn-Röttgen, 1982
-„Lempicka“: Hrsg. Gilles Néret, 1999 Benedikt  Taschen Verlag GmbH, Köln
 
Meine Themen entlehne ich häufig der Technik und Psychologie, farblich stelle ich oft Gegensätze dar.